Sind die Mineralien in einem Eigelb freie Moleküle chemischer Elemente oder sind sie in anderen Strukturen gebunden?

Neben Wasser, Fetten, Proteinen, Vitaminen usw. soll das Eigelb viele Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium, Eisen, Selen usw. enthalten.
Frage (von einem Laien): Liegen diese chemischen Elemente in “loser” molekularer (atomarer) Form vor, oder sind sie in andere biologische Verbindungen “verpackt”? Etwas blöd formuliert: Kann das Eisen im Eigelb „rosten“ oder mit einem Magneten angezogen werden?
Vielen Dank !

Frager: Jan, 71 Jahre alt

Antworten

Liebe Jean,

Eine kurze Antwort ist, dass sie nicht in atomarer oder loser Form vorliegen, oder zumindest nicht in allen. Einfache Elemente wie Natrium oder Kalium liegen „frei“ als Ionen vor, da Natrium und Kalium als reines Element so reaktiv sind, dass sie sich sofort in ihre Kat(1x positiven) Ionen umwandeln. Sie kommen tatsächlich als Salze vor und höchstwahrscheinlich ist das Cl an(1x negativ)-Ion das Gegenion.

Andere Elemente kommen in der Regel in gebundener Form als Komplex mit einem organischen Molekül vor, z /wiki/Heemverband), und so ist es eigentlich schon “verrostet” (=oxidiert) wenn man so will und es wird nicht mehr von einem Magneten angezogen. Ein weiteres Beispiel ist Vitamin B12, das ein Kobaltkation in einem organischen Komplex mit ziemlich komplizierter Struktur enthält (https://nl.wikipedia.org/wiki/Vitamin_B12). Ein weiteres Beispiel, das Sie anführen, ist Selen, das in normalerweise schwefelhaltigen Aminosäuren wie Cystein und Methionin kovalent gebunden ist. Selen ersetzt dann das Schwefelatom in diesen organischen Verbindungen. Alle diese von Metallen abgeleiteten Elemente wie Ca, Mg, Zn usw. kommen jedenfalls immer als Kationen und nicht in ihrer reinen (metallischen Form) vor und sind oft als Teil einer organischen Verbindung gebunden.

Ich hoffe, diese Antwort entspricht Ihren Erwartungen

Grüße

Beantwortet von

Professor Doktor. Dirk Vanderzande

Universität Hasselt
Campusgebäude der Agoralaan-Universität D BE-3590 Diepenbeek
http://www.uhasselt.be/

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