Das FIGO-Staging bietet Ärzten eine standardisierte Methode zur Diagnose und Messung von Gebärmutterhalskrebs.
Das Stadieneinteilung ist ein wichtiger Bestandteil der Diagnose und Behandlung von Gebärmutterhalskrebs, da es Ärzten hilft, das Ausmaß der Erkrankung zu bestimmen und einen geeigneten Behandlungsplan zu entwickeln.
Eines der wichtigsten Instrumente zur Diagnose und Behandlung von Gebärmutterhalskrebs ist das FIGO-Stadieneinstufungssystem.
Was ist FIGO-Inszenierung?
FIGO-Staging ist ein von der International Federation of Gynecology and Obstetrics (FIGO) entwickeltes System zur Stadieneinteilung (oder Messung) von Krebserkrankungen, die das weibliche Fortpflanzungssystem betreffen, wie z. B. Gebärmutterhals-, Eierstock- und Endometriumkrebs.
Die FIGO-Inszenierung basiert auf drei Hauptfaktoren:
- die Größe und Ausdehnung des Tumors
- die Beteiligung benachbarter Lymphknoten
- das Vorhandensein oder Fehlen von Fernmetastasen (Ausbreitung von Krebszellen vom ursprünglichen Tumor auf andere Körperteile)
Die Stadien sind von I bis IV nummeriert, wobei die Unterkategorien durch Buchstaben oder Zahlen dargestellt werden und den Schweregrad und das Fortschreiten des Krebses angeben.
Warum ist das Staging von Krebs wichtig?
Untersuchungen zeigen, dass Gebärmutterhalskrebs weltweit die vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen jeden Alters ist. Eine frühzeitige Erkennung ist von entscheidender Bedeutung, da sie die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung und Heilung deutlich verbessert.
Mithilfe der Stadieneinstufung von Krebs können Ärzte die Größe des Krebses bestimmen und feststellen, wie weit er sich von seinem ursprünglichen Standort auf andere Körperteile ausgebreitet hat. Durch die Kenntnis des Krebsstadiums können Ärzte einen individuellen Behandlungsplan entwickeln, der die individuelle Situation jeder Person berücksichtigt.
FIGO-Stadien von Gebärmutterhalskrebs
Die primären FIGO-Stadien von Gebärmutterhalskrebs sind wie folgt:
Stufe 0
Stadium 0, auch bekannt als Carcinoma in situ (lateinisch für „Krebs an Ort und Stelle“), ist eine Krebsvorstufe, bei der abnormale Zellen nur auf der Oberfläche des Gebärmutterhalses gefunden werden.
Die empfohlene Behandlung umfasst typischerweise die Entfernung der abnormalen Zellen von der Oberfläche des Gebärmutterhalses.
Eine Methode zur Entfernung ist die sogenannte Kegelbiopsie, bei der mit einem Skalpell oder Laser kegelförmige Gewebestücke aus dem Gebärmutterhals entfernt werden. Die andere Entfernungsmethode ist das sogenannte elektrochirurgische Schleifenexzisionsverfahren (LEEP), bei dem eine Lachdrahtschlinge verwendet wird, um abnormale Zellen aus dem Gebärmutterhals zu entfernen.
Gebärmutterhalskrebs im Stadium 0 ist in der Regel durch eine Behandlung heilbar und die Erfolgsaussichten sind sehr hoch.
Stufe I
Stadium 1 bezieht sich auf einen lokalisierten Krebs, der sich nicht über den Gebärmutterhals hinaus ausgebreitet hat.
Diese Phase ist weiter in zwei grundlegende Unterphasen unterteilt:
- Stufe 1A: Die Krebszellen sind mit bloßem Auge nicht sichtbar und auf den Gebärmutterhals beschränkt.
- Stufe 1B: Der Krebs ist mit bloßem Auge sichtbar und auf den Gebärmutterhals beschränkt (hat sich nicht auf umliegende Gewebe oder Organe ausgebreitet).
Im Stadium 1 gilt der Krebs noch als relativ früh und kann häufig durch eine Behandlung geheilt werden. Dazu gehört in der Regel eine Operation zur Entfernung des Krebsgewebes, etwa eine radikale Hysterektomie (Entfernung der Gebärmutter einer Person) oder eine Trachelektomie (Entfernung des Gebärmutterhalses). oberer Teil der Vagina).
In einigen Fällen können auch Strahlentherapie und Chemotherapie eingesetzt werden.
Stufe II
Unter Stadium II versteht man einen Krebs, der sich über den Gebärmutterhals hinaus ausgebreitet hat, sich aber noch nicht auf die Beckenwand oder das untere Drittel der Vagina ausgebreitet hat.
Stufe 2 ist weiter in zwei Unterstufen unterteilt:
- Stufe 2A: Der Krebs hat sich auf die oberen zwei Drittel der Vagina ausgebreitet, aber nicht auf die Beckenwand.
- Stufe 2B: Der Krebs hat sich auf das an den Gebärmutterhals angrenzende Gewebe ausgebreitet, beispielsweise auf die Beckenseitenwand, jedoch nicht auf das untere Drittel der Vagina.
Im Stadium 2 hat der Krebs begonnen, sich über den Gebärmutterhals hinaus auszubreiten, es handelt sich jedoch immer noch um einen lokal fortgeschrittenen Krebs. Die empfohlene Behandlung umfasst typischerweise eine Kombination aus Strahlentherapie und Chemotherapie sowie in einigen Situationen eine Operation.
Stufe III
Unter Stadium III versteht man Krebs, der sich über den Gebärmutterhals hinaus und in den Beckenbereich ausgebreitet hat.
Stufe 3 ist weiter in drei Unterstufen unterteilt:
- Stufe 3A: Der Krebs hat sich auf das untere Drittel der Vagina ausgebreitet, jedoch nicht auf die Beckenwand.
- Stufe 3B: Der Krebs hat sich auf die Beckenwand ausgebreitet oder Nierenprobleme verursacht.
- Stufe 3C: Der Krebs hat sich auf nahegelegene Lymphknoten ausgebreitet.
Die empfohlene Behandlung für Gebärmutterhalskrebs im Stadium 3 umfasst typischerweise eine Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie mit der Möglichkeit einer Operation.
Stufe IV
Stadium 4 bezieht sich auf Krebs, der sich über das Becken hinaus auf andere Körperteile wie die Blase oder den Mastdarm ausgebreitet hat.
Stufe 4 ist weiter in zwei Unterstufen unterteilt:
- Stufe 4A: Der Krebs hat sich auf benachbarte Organe wie die Blase oder den Mastdarm ausgebreitet.
- Stufe 4B: Der Krebs hat sich auf andere Körperteile wie Lunge, Leber oder Knochen ausgebreitet.
Die empfohlene Behandlung für Gebärmutterhalskrebs im Stadium 4 umfasst typischerweise eine Kombination aus Strahlentherapie, Chemotherapie und Palliativpflege. Das Ziel der Behandlung in diesem Stadium besteht häufig darin, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern, und nicht in der Heilung des Krebses.
Wie erfolgt die Stadieneinteilung bei Gebärmutterhalskrebs?
Der Stadieneinteilungsprozess kann eine Kombination aus körperlichen Untersuchungen, bildgebenden Untersuchungen (z. B. CT-, MRT- oder PET-Scans) und Biopsien umfassen, um das Ausmaß des Krebses zu bestimmen.
Es gibt verschiedene Arten von Geräten, die für diagnostische Tests auf Gebärmutterhalskrebs verwendet werden, darunter:
- Spekulum: Ein Gerät, mit dem die Wände der Vagina offen gehalten werden, damit der Arzt den Gebärmutterhals untersuchen kann.
- Kolposkop: Ein spezielles Instrument, mit dem der Arzt den Gebärmutterhals unter Vergrößerung und hellem Licht untersuchen kann.
- Biopsieinstrumente: Ein Instrument, das kleine Gewebeproben für weitere Tests entnehmen kann.
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Pap-Abstrich (zytologisches Screening): Ein üblicher Screening-Test, bei dem mit einer kleinen Bürste oder einem Spatel Zellen von der Oberfläche des Gebärmutterhalses gesammelt und dann unter einem Mikroskop untersucht werden.
Forschung zeigt, dass bevölkerungsbasierte Pap-Abstrich-Screening-Programme die Rate an Gebärmutterhalskrebs in entwickelten Ländern gesenkt haben.
- Bildgebung: Röntgenaufnahmen, CT-Scans, MRT- oder PET-Scans können verwendet werden, um das Ausmaß des Krebses zu bestimmen und festzustellen, ob er sich auf andere Körperteile ausgebreitet hat.
Welche Stadien von Gebärmutterhalskrebs sind heilbar?
Die als heilbar geltenden Stadien des Gebärmutterhalskrebses sind vor allem die früheren Stadien der Erkrankung (Stadium I und II). In diesen Stadien ist der Krebs auf den Gebärmutterhals beschränkt oder hat sich nur auf nahegelegene Lymphknoten ausgebreitet.
Endeffekt
Gebärmutterhalskrebs ist oft behandelbar und viele Frauen können bei frühzeitiger Erkennung vollständig genesen.
Das FIGO-System bietet Ärzten eine standardisierte Möglichkeit, den Schweregrad von Gebärmutterhalskrebs zu bestimmen und Frauen ihre Einstellung zu erklären, damit sie fundierte Entscheidungen über ihre Behandlungsmöglichkeiten treffen können.