Sind Depressionen genetisch bedingt?

Vielleicht hatte deine Mutter es. Oder dein Onkel oder deine Schwester. Zuzusehen, wie ein Familienmitglied an Depressionen leidet, kann schwierig sein. Aber bedeutet es, dass Sie auch die Bedingung haben werden?

Klinische Depression, auch bekannt als Major Depression, ist die häufigste Form der Depression. Die Stanford School of Medicine schätzt, dass 10 Prozent der Amerikaner diese Art von Depression irgendwann in ihrem Leben erleben werden.

Dieser Typ wird auch eher von Geschwistern und Kindern geteilt. Eine Person, die einen Verwandten mit Depressionen hat, entwickelt fast fünfmal so häufig Depressionen wie jemand, der keinen Verwandten mit Depressionen hat.

Die Forschung hat die mögliche Verbindung zwischen Genen und Depression untersucht. Ist Depression erblich oder spielen andere Faktoren eine Rolle?

Das Depressions-Gen

Ein britisches Forscherteam isolierte ein Gen, das bei mehreren Familienmitgliedern mit Depressionen weit verbreitet zu sein scheint. Das Chromosom 3p25-26 wurde in mehr als 800 Familien mit rezidivierenden Depressionen gefunden.

Wissenschaftler glauben, dass bis zu 40 Prozent der Menschen mit Depressionen auf eine genetische Verbindung zurückgeführt werden können. Umwelt- und andere Faktoren können die anderen 60 Prozent ausmachen.

Andere Faktoren

Eine Person, die mit jemandem mit Depressionen aufwächst, kann anfälliger für die Erkrankung sein. Ein Kind, das depressive Eltern oder Geschwister beobachtet, kann unter bestimmten Bedingungen lernen, das Verhalten dieser Person nachzuahmen. Zum Beispiel mag ein Kind, das sieht, wie ein Elternteil Tage im Bett verbringt, dies nicht ungewöhnlich finden.

Auch das Geschlecht kann ein Faktor sein. Eine Studie ergab, dass Frauen eine 42-prozentige Wahrscheinlichkeit einer erblichen Depression hatten, während Männer nur eine 29-prozentige Wahrscheinlichkeit hatten.

Die Serotonin-Verbindung

Serotoninspiegel und Depressionen wurden ebenfalls in Verbindung gebracht. Serotonin ist die „Wohlfühl“-Chemikalie, die die Kommunikation zwischen Gehirnneuronen ermöglicht.

Es ist möglich, dass ein Serotonin-Ungleichgewicht zu Stimmungsstörungen und anderen Problemen wie Zwangsstörungen und Panikattacken führen kann.

Es gibt viele Theorien über die Verbindung zwischen Serotonin und Depression. Forscher untersuchen weiterhin Serotonin als Schlüssel zur genetischen Verbindung.

Sind Depressionen heilbar?

Wenn Sie oder ein Angehöriger an einer Depression leiden, fragen Sie sich vielleicht, ob die Erkrankung heilbar ist. Aber hier gibt es keine eindeutige Antwort. So komplex wie die Depression selbst ist, so ist auch ihre Zeitachse.

Möglicherweise bemerken Sie eine Variation bei Ihren eigenen Familienmitgliedern, die an Depressionen leiden. Einige können eine vorübergehende klinische Depression erfahren und Medikamente für bis zu 12 Monate einnehmen.

Für andere ist Depression eine lebenslange Erfahrung, bei der die Symptome von Zeit zu Zeit ihren Höhepunkt erreichen. In diesen Fällen ist die kognitive Verhaltenstherapie eine praktikable Langzeitoption, die Ihnen helfen kann, Ihre Symptome zu bewältigen und die Lebensqualität zu verbessern.

Andere Therapieformen, wie psychodynamische Therapie und Akzeptanz- und Bindungstherapie, können ebenfalls zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden.

Depressionen können behandelt werden. Der Schlüssel ist, sich Ihrer Symptome bewusst zu sein und Ihren Arzt zu benachrichtigen, wenn Sie glauben, dass Ihr aktueller Behandlungsplan nicht funktioniert. Es ist auch wichtig, sich aller Symptome bewusst zu sein, die nach einer Form von Remission wieder auftreten.

Viele Forscher glauben, dass es kein einzelnes Gen gibt, das jemanden einem Depressionsrisiko aussetzt. Es ist wahrscheinlicher, dass eine Kombination von Genen zu der Störung führt. Die Ursachen für bipolare Störungen und Angststörungen können auch auf eine Kombination genetischer Faktoren zurückgeführt werden.

Die Frage bleibt: Sollte sich jemand Sorgen machen, dessen Eltern oder Geschwister an Depressionen leiden? Die Antwort: nicht unbedingt.

Situative Depressionen sind oft nur vorübergehend und werden durch große Lebensereignisse ausgelöst. Andere Arten von Depressionen können lebenslang bestehen. In jedem Fall gibt es viele Behandlungen, die Ihnen helfen können, den Alltag zu bewältigen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einem anderen medizinischen Fachpersonal, um Behandlungsoptionen zu erkunden.